Bayrische Wochen: ein Kaiserschmarrn geht immer!

Die Wiesn (für alle Nicht-Bayern: das Oktoberfest oder die fünfte Jahreszeit) startet am Samstag! Voller Vorfreude dem kommenden Großereignis, dass ganz München in Ausnahmezustand versetzt, widme ich die nächsten Wochen bayrischen Schmankerln und hoffe damit den ein oder anderen für meine Heimat und bodenständige Speisen zu begeistern.

Meine folgenden Rezepte sind bayrische Klassiker und bestimmt schon tausendfach vorhanden, trotzdem möchte ich euch meine persönlichen Varianten zeigen und sicher hat jedes Rezept eine Geschichte …

Der Kaiserschmarrn ist eine Familientragödie: so oft auf Almen, Hütten, Festen gegessen und nur wenige konnten die kritischen Tester zufriedenstellen:
– ein karamellisierte Schmarrn zum Beispiel „geht gar nicht“!
– dem einem merkt man die Pulvermischung an und meint auf Pappmaschee zu kauen.
– der andere kommt zu kompakt daher und man ist nach zwei Fleckerl satt.
– nur der luftig leichte, saftige und außen kross gebackene wird für lecker befunden!
Zusätzlich habe ich bestimmt schon zehn Rezepte gesammelt und ausprobiert. Ich möchte mich jetzt auch nicht aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass ich mit DEM Rezept aufwarte. Denn auch zu Hause verhält es sich außerordentlich kompliziert mit dem Kaiserschmarrn und mir. Ich würde sogar behaupten ich stehe mit ihm auf Kriegsfuß. Ich kann euch nur meine persönliche für gut befundene Variante präsentieren.

Mein Rezept für einen Kaiserschmarrn für eine/vier Personen:
(der Kaiserschmarrn ist auch ein beliebtes Rezept im Urlaub mit Freunden und ihr könnt die Angaben für eine Person mal x nehmen)

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Zutaten:
3/12 Eier
1Prise Salz
1/3 EL Zucker
200/600ml Milch
3/12 gehäufte EL Mehl
etwa 1/3EL Butter
Puderzucker zum Bestäuben nach Geschmack

wahlweise als Zugabe:
– Zwetschgenröster
– Apfelmuss
– Preiselbeermarmelade

 

Die Eier, Prise Salz und Zucker mit dem Handrührer oder Küchenmaschine schaumig schlagen. Erst die Milch dann das Mehl unterrühren. Der Teig sollte 10 Minuten ruhen, damit das Mehl quellen kann. Die Zubereitung funktioniert auch mit dem Schneebesen, aber dann muss man darauf achten, dass das Mehl nicht klumpt – am besten beim Einstreuen sieben.

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In der Zwischenzeit kann man das Apfelmuss oder Zwetschgenröster zubereiten. Unser Zwetschgenbaum steht in voller Pracht und ich habe zwei Handvoll reife Hauszwetschgen runtergeholt, gewaschen und entsteint. Die halbierten Zwetschgen werden mit 2EL Zucker, einer Stange Zimt und 4cl Rum bei leichter Hitze 10 Minuten gekocht.

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Den Teig portioniert man mit einer großen Suppenkelle in 3-4 Schmarrn. Dafür wird jeweils ein EL Butter in einer heißen Pfanne zerlassen und 5 Minuten von beiden Seiten mit geschlossenen Deckel gebacken. Nach dem Wenden wird der Kaiserschmarrn in Stücke gerissen und dadurch zerteilt. Innen ist er luftig und außen hat er eine goldbraune Kruste. Den fertigen Kaiserschmarrn stellt man in einer großen Pfanne oder Auflaufform im Backofen warm bis der restliche Teig portionsweise gebacken ist. Zum Schluss wird der Schmarrn mit Puderzucker bestäubt und gesüßt!

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Falls jemand ein erprobtes und für gut befundenes leckeres Kaiserschmarrn Rezept hat, freue ich mich über die Zusendung … wie gesagt ich bin immer noch auf der Suche nach dem ultimativen Rezept!

Mittlerweile hat sich die ganze Familie zu Kennern und Liebhaben der Mehlspeise entwickelt und isst nach dem Motto: Ein Kaiserschmarrn geht immer!

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Servus und „Auf geht’s zur Wiesn“!
Karen

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