Zwischenbericht von der Zwetschgenernte und ein Rezept für Powidl

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Der Sommer hat sich schon lange verabschiedet und mit wechselhaftem Herbstwetter haben sich die Zwetschgen dieses Jahr beim Reifen etwas mehr Zeit gelassen. Jetzt gibt es keinen Aufschub mehr und die süße, lila Hauszwetschge muss vom Baum. Zum Glück gibt es mehrere freiwillige und hochmotivierte Helfer und für die weitere Verwendung von eimerweisen Zwetschgen haben sich Großeltern, Nachbarn, Freunde und Arbeitskollegen angeboten.

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Die Erntehelfer werden selbstverständlich mit einem frischen Datschi versorgt – das Rezept für meinen Hausdatschi kennt ihr bereits – und ich musste mir nur Gedanken über die Verarbeitung von 10 kg Zwetschgen machen. In einer neuen Ausgabe der Zeitschrift deli (www.deli-magazin.de) kommt die Zwetschge mit diversen Rezepten groß raus und ich habe mir das Powidl Rezept rausgesucht, da hier mit relativ wenig Aufwand viel Zwetschgen verarbeitet werden.

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Powidl ist ein Mus aus Zwetschgen (Pflaumen), das ohne Gelierzucker oder Konservierungsstoffen hergestellt wird. Durch eine sehr lange Garzeit verdampft eine große Menge der Flüssigkeit und zum Schluss bleibt nur noch ein Drittel der Zwetschgen übrig. Das Mus wird dadurch fruchtig süß, lange haltbar und schmeckt sehr lecker.

Powidl nach deli (3/2014)
(ca. 6 Gläser à 250 ml)

Zutaten:
3kg Zwetschgen
150g Zucker
60ml Apfelessig
1 Messerspitze gemahlene Nelken
1 Messerspitze gemahlener Zimt
40ml Rum

Die Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen und mit 50 ml Wasser, Zucker, Apfelessig, Nelken und Zimt in einen Bräter legen.

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Im vorgeheizten Ofen bei 150 Grad (Ober- und Unterhitze) auf der untersten Schiene 6 Stunden einkochen, dabei gelegentlich umrühren. Je nach Zwetschgensorte und Flüssigkeitsgehalt muss diese Garzeit verlängert oder verkürzt werden. Die Masse sollte am Ende sehr zäh und dunkellila sein.

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Die Masse in einem Topf umfüllen und pürieren. Rum zugießen und aufkochen. Das Mus ständig umrühren, damit es nicht am Topf anbrennt und so lange kochen bis die gewünschte dickflüssige Konsistenz erreicht ist.
Powidl sofort in sterile Marmeladengläser mit Schraubverschluss füllen, verschließen und auf den Deckel stellen. Nach 5 Minuten wieder umdrehen und vollständig abkühlen lassen.

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Das Mus ist etwa 12 Monate haltbar und kann als Fruchtaufstrich, Füllung für Germknödel oder Buchteln, Plätzchen und Kuchen verwendet werden.

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Unser Hauszwetschgenbaum trägt noch genügend Früchte für zwei bis fünf Kuchen und wird bestimmt nächstes Wochenende zum Entschleunigen  beitragen.

Liebe Grüße
Karen

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